Auch in Langerwehe gab es bis zur Nazizeit jüdisches Leben. Diese Mitbürger waren angesehene Kaufleute im Dorf. Auf Initiative des KFD Langerwehe wurde ihre Geschichte nun aufgearbeitet um sich an Gunter Demnig’s Stolpersteinprojekt zu beteiligen. Schnell fanden sich ausreichend Paten um die Steine verlegen zu lassen, aber viel wichtiger war: Es fanden sich auch Menschen, die über das jüdische Leben und die Familien recherchiert haben.
Gestern war es dann soweit: Es wurden 18 Stolpersteine an der Hauptstrasse in Langerwehe von Gunter Demnig vor den ehemaligen Wohnorten der jüdischen Mitbürger verlegt. So bleibt Geschichte lebendig und Erinnerung greifbar.
Am Abend gab es dann mit dem Künstler einen Vortrag mit anschliessender Diskussion im Töpfereimuseum. Besonders gefreut hat mich, das die Oberstufe der Langerweher Europaschule die Stolpersteinverlegung zum Anlass nimmt um im Geschichtsunterricht das Leben der jüdischen Mitbürger in Langerwehe weiter aufzuarbeiten.
Gerade in Zeiten in denen in Deutschland der braune Sumpf wieder tiefer zu Tage tritt, ist es wichtig sich an die Geschichte zu erinnern.
Stolpersteine in Langerwehe
Weitere Windkraftanlagen in Langerwehe wieder möglich!
Der Gemeinderat hat auf seiner heutigen Sitzung den vor einigen Jahren gefassten Beschluss keine weiteren Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet zuzulassen, revidiert! EINSTIMMIG befürwortet der Rat die weitere Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen!
Nun muss schnell ein externer Gutachter gefunden werden, der das Gemeindegebiet nach geeigneten Flächen absucht und die Standorte ausweist! Dann können auch wir als Gemeinde Langerwehe endlich an der Energiewende teilnehmen!
Gospel meets Gospel …

… hieß es heute wieder in Langerwehe am Töpfereimuseum! Und das war wieder Musikkultur vom feinsten was dort geboten wurde. Der erstklassige Langerweher Gospelchor “Joy of Gospel” hatte zu der Veranstaltung vier weitere Chöre aus Köln, Leverkusen und Aachen eingeladen! Bei so viel toller (sakraler) Musik konnte selbst Petrus nicht widerstehen und die Sonne machte aus dem Nachmittag ein rundherum gelungenes Open Air Konzert!
Weitere Bilder gibt es hier zu sehen! Klick mich!
WINDKRAFT für Langerwehe !
In der Gemeinde wird zur Zeit vielerorts über die geplante Errichtung von zwei Windrädern diskutiert. Der Arbeitskreis Klima, Energie, Umwelt der Zukunftswerkstatt Langerwehe plant zur weiteren Information der Bürger eine Informationsveranstaltung.
Gerne veröffentlichen wir hier die Presseerklärung zu dieser sicher hochinteressanten Veranstaltung:
Hier die Presseerklärung:
Wind-Park Düren-Langerwehe erregt die Gemüter
Der Arbeitskreis Klima & Energie der Zukunftswerkstatt Langerwehe lädt für Mittwoch 1. Juni 2011, 19:00 Uhr in die Grundschule Langerwehe zu einem Vortrag und Diskussion zum Thema „Wind-Park Düren-Langerwehe – Chancen und Risiken…“ ein.
Dipl.Ing. Hans-Willi Schruff, REA GmbH (Regenerative-Energien-Anlagen) und Jan Kronen-werth, Landschaftsökologe von der Juwi Wind GmbH werden uns über den
Stand der Planungen, die gesetzlichen Vorgaben & Rahmenbedingungen, die mögliche Wertschöpfung in der Region, über Beteiligungsmöglichkeiten an Bürgerwindanlagen, die Belastungen für Mensch und Natur durch Schatten, Lärm, Staub, das Landschaftsbild und die CO2-Einsparung informieren.
Fukushima lehrt, dass Energieerzeugung in Atomkraftwerken unverantwortbar und der Ausstieg aus dieser Hochrisikotechnologie überfällig ist. Zugleich ist das Ende der Braunkoh-leförderung in unserer Region absehbar und damit der Wegfall tausender Arbeitsplätze.
Wir brauchen deshalb einen schnellen, geordneten Umbau unserer Energieerzeugung auf erneuerbare Energien, Energiespartechnologien und Energieeffizienz.
Auch Erneuerbare Energien haben ihre Schwächen und Risiken und stoßen trotz der grundsätzlichen Zustimmung überall dort, wo Planungen konkret werden auf Vorbehalte und Widerstand. Dezentrale erneuerbare Energieerzeugung mit vielen „kleinen“ Anlagen im länd-lichen Raum in unmittelbarer Nachbarschaft erzeugt neue Ängste und Vorbehalte der direkt betroffenen BürgerInnen, wie bei den aktuellen Planungen für Wind- und Biogasanlagen zu sehen ist. Deshalb ist eine frühzeitige Information zu derartigen Planungen wichtig, damit sich BürgerInnen und Ratsmitglieder ein Urteil bilden können. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist nicht gegen den Widerstand der Bevölkerung durchsetzbar.Es gibt daher keine Alternative zu frühestmöglicher Transparenz. Wir können die wegfallenden Arbeitsplätze in der Braunkohle vor allem dadurch ersetzen, indem wir durch den Aufbau eigener Stromer-zeugungskapazitäten mit erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung die Wertschöp-fung im Kreis Düren erhalten.
Windkraftanlagen können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie erzeugen elektrische Energie ohne Abgase, Abfälle und ohne Verbrauch verlorener Ressourcen. Die zur Herstel-lung einer Windenergieanlage benötigte Energie wird schon in ca. einem halben Jahr nach Inbetriebnahme erzeugt. In den folgenden 20 Jahren produziert die Windkraftanlage bis zu sechzig mal mehr Energie als für die Herstellung und ihren Betrieb benötigt wird. Bei der Er-zeugung von Strom aus Windkraft werden weder Schwefeldioxid, Stickoxid, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid oder Staub freigesetzt noch bleiben radioaktive Abfälle übrig. Nach Ablauf der Lebensdauer der Anlage können Standort und Infrastruktur wieder neu genutzt werden, wäh-rend die Komponenten der Anlage umweltfreundlich entsorgt bzw. erneut verwertet werden können.
Bundesweit waren bis Ende 2009 über 21.164 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 25.777 MW in Betrieb und haben im Windjahr 2009 ca. 55 Milliarden kWh Strom erzeugt und damit ca. 7.6 % des deutschen Strombedarfs gedeckt. Hierdurch wurde der Ausstoß von 34 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Ende 2007 waren alleine 90.000 Jobs in der Branche geschaffen.
Stromkonzessionsvertrag
In Langerwehe läuft die Konzession des RWE aus, das Stromnetz zu betreiben. Wie das RWE auf Bestrebungen von Gemeinden reagiert, die das Netz in Zukunft selbst betreiben möchten, fasst ein Bericht des Magazins Monitor der ARD gut zusammen. Wer den Beitrag am 05.05.2011 verpasst hat, kann ihn hier ansehen. Unter anderem wird aus dem Nachbarort Inden berichtet, wo Frau Rehfisch über das Verhalten des RWE berichtet.
Auch wir Grünen in Langerwehe haben den Antrag gestellt, zu prüfen, ob es nicht möglich ist, sich an der Gründung von Kreiswerken zum Netzbetrieb in der Region zu beteiligen. Das würde der Gemeinde zusätzliche Einnahmen ermöglichen, auf die wir dringend angewiesen sind. Den ausführlichen Beitrag dazu finden Sie hier
Gemeindebücherei endlich wieder geöffnet!
Gestern erreichte mich folgende Mail:
Liebe Leserinnen und Leser,
ab sofort (Donnerstag 28.4.11) öffnet die Gemeindebücherei wieder ihre Türen. Die Öffnungszeiten bleiben wie gewohnt Mo, Do und Fr von 10.30Uhr – 14.00Uhr und von 15.00 -18.00Uhr bzw. Do bis 18.30Uhr.
Da die letzten Monate niemand hier war um Emails, Anrufe etc zu beantworten hat sich eine ganze Menge angesammelt. Ich schaffe es nicht allen Wünschen insbesondere den vielen Verlängerungswünschen nachzukommen. Sie brauchen sich aber keine Gedanken wegen der anfallenden Mahngebühren zu machen, die werden selbstverständlich für den Zeitraum der Schließung erlassen. Alles weitere können wir gerne hier vor Ort oder am Telefon oder ab jetzt auch wieder per Mail klären.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnte und bitte um Verständnis, dass ich nicht jede einzelne Email beantworten kann.
Ich freue mich auf Ihren Besuch
Mirka Reef (Vertretung für Frau Kick)
Das freut mich zu hören!
Windenergie? Ein ganz klares JA!
Die Stadt Düren hat den Flächennutzungsplan für das Gebiet am Ortsrand von Echtz (Einstimmig!) geändert. Die Errichtung von Windkraftanlagen ist damit als priviligiertes Vorhaben im Außenbereich zulässig (§35 Abs. 1 Nr. 5 BauGB). Das Gebiet um das es sich handelt erstreckt sich direkt südlich der A 4 im Westen von Echtz, bis zur Gemeindegrenze Langerwehe. Das ist sicherlich ein guter Standort für große Windräder. Aber warum an der Gemeindegrenze aufhören? Auch auf Langerweher Gemeindegebiet wäre, an dieser Stelle, noch Platz für weitere 2 Windräder!
Das Gebiet liegt genau in einer guten Windlage, mit ausreichenden Abstandsflächen zu umliegender Wohnbebauung. Ich habe mir das angesehen und der Standort ist wirklich ideal. Es würden deutlich größere Abstände eingehalten, als an der Halde Nierchen.
Das Gebiet in Richtung Osten / Echtz:
In Richtung Süden / Geich
In Richtung Süd-West / Luchem
In Richtung Westen
Der Blick in Richtung Westen ist sicherlich dominiert vom Kraftwerk Weisweiler. Die Silhouette von Windrädern wird sich sicherlich harmonischer in die Landschaft einfügen, als dieser riesige Dinosaurier der Stromproduktion. Und schon heute wissen wir, das es dem Braunkohlekraftwerk gehen wird, wie den Dinosauriern: Es wird aussterben und im schlimmsten Fall für viele Jahre eine riesige Industrieruine bleiben. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr bereit die Risiken der Atomenergie zu tragen und verlangt einen Ausstieg aus dieser Hochrisikotechnologie. Aber wir sind ein Industrieland. Wir benötigen Strom, viel Strom. Auch dafür, das das Leben in unseren technisierten Haushalten so funktioniert wie wir das möchten. Auch für die Industrie und hoffentlich auch für die neuen Antriebe unserer Fahrzeuge. Dieser Strom muss irgendwo und irgendwie umweltfreundlich produziert werden. Windräder sind eine Möglichkeit mit hoher Effizienz umweltfreundlichen Strom zu produzieren. So zusagen der Strom der Zukunft! Das ist heute nicht viel anders als vor vielen Jahrzehnten, als man die Braunkohleverstromung in großem Stil angefangen hat. Da hat man hässliche und schadstoffausstossende Kraftwerke ins Rheinland gesetzt.
Wir können jetzt nicht sagen: Energierevolution JA – aber bitte nicht bei uns. Wenn die Stromversorgung auch in Zukunft gesichert sein soll, müssen viele mitziehen. Wir auch! Auch Langerwehe muss sich auf dem Weg machen, seine Stromversorgung auch in Zukunft zu sichern. Dazu gehören auch zwei neue Windräder. Die Fläche an der A 4 ist die einzige Fläche in der Gemeinde, die sich für die Aufstellung von 2 Windrädern, unter Berücksichtigung von Mindestabständen zur Wohnbebauung, eignet. Wir sollten jetzt nicht zögerlich sein, sondern mutig den Weg in die (Energie-)Zukunft gehen. Wer immer nur zögert und hadert, wird sehr schnell an fortschrittlichen Entwicklungen nicht mehr teilhaben.
Die beschriebenen Flächen wurden übrigens schon in der “Energievision 2050″ für Langerwehe genannt. Diese wurde dem Bauausschuss bereits im Jahre 2008 vorgestellt – Der Bauausschuss stimmte dieser Energievision wohlwollend zu. Nun ist die Gelegenheit da, sich an einen ersten Schritt zur Umsetzung zu machen. Diese Gelegenheit darf man nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Die von Herrn Göbbels im Gespräch mit Frau Kinkel erklärten Befürchtungen (nachzulesen hier ) teile ich nicht: Ein Schattenwurf in Luchem ist bei dem Abstand extrem unwahrscheinlich und wenn überhaupt nur Morgens früh direkt nach Sonnenaufgang zu erwarten. Da wir an den meisten Tagen im Jahr Westwind haben, sind Feinstaubaufwirbelungen in Richtung Luchem / Langerwehe ebenfalls sehr unwahrscheinlich. Auch widerspreche ich Herrn Göbbels in bezug auf die Windräder auf der Halde Nierchen: Langerwehe hat dort nicht 9 Windräder – die meisten stehen nicht auf Langerweher gebiet. Ausserdem gab es dort Probleme in der Planung mit den Abstandsflächen – so wird eine Überarbeitung dieser schon älteren Anlagen (das sogenannte Re-Power) schwierig. Dabei könnte auch mit heutiger Technik aus diesem Standort sicherlich mehr Leistung herausgeholt werden. Hinweisen möchte ich auch noch darauf, das unsere Gemeinde durch die Erträge der Windräder auch neue Steuereinnahmen generieren würde – in Zeiten klammer Haushaltskassen etwas, das nicht unwichtig ist.
Abschliessend möchte ich mit zwei Bildern aus dem Tagebau Inden noch einmal deutlich vor Augen führen, wie Zerstörerisch sich die Braunkohleverstromung auf die Landschaft auswirkt. Das Ausmaß der Vernichtung der Landschaft und der Lebensräume ist hier sehr viel größer, als bei einem Windpark. Unter Windrädern kann immer noch Landwirtschaft betrieben werden …
Auch der Arbeitskreis Klima, Energie und Umwelt der Zukunftswerkstatt Langerwehe wird sich sicherlich in seiner nächsten Besprechung am Donnerstag (14.04.11 / 19:30 Uhr / Betriebsgebäude des Wasserleitungszweckverbandes in Langerwehe) mit dem Thema “Windräder” beschäftigen – wenn Sie mitdiskutieren möchten sind Sie herzlich eingeladen!
Autobahnanschluss Langerwehe
Etwas einsam sieht sie ja schon aus, die Brücke, die zum Bau des Autobahnanschlusses Langerwehe gehört. Zwischen dem Stütgerhof und der A 4 fristet sie zur Zeit ein einsames Dasein. Aber es wird gebaut: Wenn auch nicht auf Langerweher Seite, so sind doch direkt hinter der A 4 Erdarbeiten zu beobachten, die darauf hindeuten, das es doch weitergeht! Langsam zwar, aber es bewegt sich etwas!
Stolpersteine für Langerwehe
Gestern Abend hatte Marie-Theres Jung zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt “Stolpersteine” ins Pfarrheim eingeladen. Frau Jung betreut dieses Projekt federführend bei der kfd-Langerwehe. Da wir diesem Projekt von Beginn an unsere Unterstützung zugesagt haben, habe ich mich besonders gefreut, das Gestern Abend fast 50 Einwohner den Weg ins Pfarrhaus gefunden haben.
In einem interessanten Kurzvortrag wurden die bisherigen Ergebnisse der Recherchen über jüdische Mitbürger, die in den 30er/40er Jahren in Langerwehe gelebt haben, vorgestellt. Ca. 60 Menschen jüdischen Glaubens konnten bisher ermittelt werden. Angesehene Mitbürger der Langerweher Gesellschaft, wie Herr Dr. Proschen, aus Augenzeugenberichten, zu erzählen wußte!
Von den ca. 60 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Langerwehe kann für bisher 19 Menschen angenommen werden, das sie von den Nationalsozialisten deportiert wurden. Einige sind sicher auf den Transporten umgekommen, andere in den Konzentrationslagern umgebracht worden.
Aber wir suchen noch weiter: Wer hat noch Informationen über jüdische Mitbürger (oder andere Verfolgte im nationalsozialistischen Deutschland), die zwischen 1933-1945 aus Langerwehe deportiert und/ oder umgebracht wurden? Alle Beteiligten freuen sich darüber, wenn Sie diese Informationen mit uns teilen.
Mit der Aktion Stolpersteine von Gunter Demnig soll an diese Mitbürger erinnert werden. Es wird eine Messinggedenktafel mit den Lebensdaten dieser Menschen vor ihrem letzten bekannten Wohnort in der Gemeinde, in den Boden eingelassen.
Auf der Internetseite Stolpersteine kann man sich über das Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig weiter informieren. Eine Verlegung der Steine in Langerwehe ist für Dezember 2011 geplant!
Damit das Schicksal dieser Menschen nicht in Vergessenheit gerät!
















